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Donnerstag, 24. Februar 2022

Ein 1910 Wrap Cape, oder Capes sind nicht nur für Helden

 Hallo meine lieben Leser, DIY Interessierte und zufällig hier gelandete,

dieses mal möchte ich euch mein neues Cape für den Frühling zeigen. Es hat so ziemlich alles was ich gerne mag. Es ist schwarz, es hat einen Touch von Drama, es erinnert ein bisschen an eine Hexe und es ist ein historisches Schnittmuster. Bonus: Es ist ein kostenloses Schnittmuster und (wenn man kein totaler Anfänger ist) recht einfach zu nähen.

schlicht, einfach und Hexen feeling pur

Als erstes gleich einmal der link zu dem Schnittmuster. Freebook Wrap Cape

Die Seite auf der das Muster als freebook zur Verfügung steht ist American Duchess. Ein kleines
Business das mit Leidenschaft und soweit ich das sehe in ziemlich guter Qualität historische Schuhe herstellt und verkauft. Und irgendwann, in ferner Zukunft wird auch einmal ein Paar „Londoner“ in meinen Schuhschrank einziehen. Auf jeden Fall hat AD 2020 das Schnittmuster für das „1910 Wrap Cape“ veröffentlicht und damit einen regelrechten Hype unter den Historyboundern (Personen, die historische Kleidung in die Alltagsgarderobe einbauen oder historisch inspirierte Kleidung tragen) ausgelöst. Unter dem Hashtag „ADcapecult“ findet man Unmengen dieses Capes. Und irgendwie habe ich den starken Drang verspürt auch so eines haben zu müssen.

Passend für die kalte Jahreszeit und meine Garderobe habe ich mich für einen schwarzen Mantelstoff entschieden und einen silbergrauen Futtertaft. Beide Stoffe habe ich recht günstig bei dem online Versand Butinette.de gefunden. 

Ich werde hier keine ausführliche Anleitung schreiben, da diese beim Schnittmuster mit dabei ist wenn man es nachnähen möchte. 

Da ich aber nicht ich wäre wenn ich etwas komplett nach Anleitung nähen würde, habe ich ein paar Änderungen vorgenommen. Und die bekommt ihr zu lesen/sehen. Vielleicht inspirieren sie euch ja ein wenig.

Zum einen habe ich den Kragen ein verändert und einfach das Deko Stück aus dem Futterstoff weg gelassen. Fand ich einfach nicht ganz so schön. Und außen einfach nur schwarz ist noch individueller sollte man doch einmal in die Verlegenheit kommen etwas farbiges dazu zu tragen.

Zum anderen habe ich als Verschluss statt Haken und Ösen zwei Bindebänder angebracht. Zum einen finde ich Schleifen toll und zum anderen ist es so ein wenig individueller von der Weite. Z.b. passt so locker noch ein dickerer Pulli darunter (oder 5kg mehr…)

Als Tipp noch von mir für euch: Messt unbedingt eure Schulterbreite und passt nach Bedarf das Rückenteil in der Weite an. Passend ist es in etwa bis zu einer Schulterbreite von 50-53cm. Wenn ihr da etwas mehr weite braucht, vergesst nicht auch den Kragen um diese zu verlängern. Sonst ist es euch hinterher zu eng (wie bei mir Versuch Nummer 1) und dann wäre es schade um die Arbeit und den Stoff. Bei mir freut sich jetzt jemand anders über ein selbst genähtes Cape von mir. 

Ein wenig Stoff ist noch übrig, von den Abschnitt Stücken, daraus werde ich mir noch einen passenden kleinen Hexen Hut machen. Denn, wer mag es nicht dass das Cape und der Hut perfekt zusammen passen? Das ist etwas das meine innere Hexe jubeln lässt. Wenn ich den Hut genäht habe lasse ich euch natürlich auch daran Teil haben. Vielleicht zeige ich euch dann gleich meine ganze Kollektion an selbstgemachten Hexen Hüten für jede Jahreszeit. 

Entschuldigt bitte die „technischen“ Fotos dieses mal, aber wer ein Kind hat kann das sicher nachvollziehen dass nicht immer alles so funktioniert wie Frau das gerne hätte. Und so ist es passiert dass ich nicht dazu gekommen bin euch ein paar schöne Bilder des Capes in Aktion zu machen. Was natürlich auch dazu beiträgt ist, dass das erste Cape zu eng war und nicht schön gelegen ist an meinen Schultern. Da ich mir aber selber das Ziel gesetzt habe euch dieses mal regelmäßig etwas neues zu lesen zu geben konnte ich nicht warten bis Cape Nr. 2 komplett fertig ist.

Wer aber schöne Bilder sehen will kann auf Instagram unter #ADcapecult ganz viele verschiedene schöne Varianten bewundern. Auch auf Youtube findet man unzählige Varianten und Anleitungen für dieses Cape. 

Somit verabschiede ich mich für dieses mal von euch schon nach einem recht kurzen und knappen Post. Bleibt gesund und habt eine schöne Zeit,

eure



Sonntag, 3. Mai 2020

DIY: eine Lampe zum Sessel


Hallo meine Lieben,
ich hoffe Ihr seid dem Lock down oder der selbst Quarantäne noch nicht überdrüssig?

Beim letzten mal hab ich euch ja erzählt dass ich viel Recherche betrieben habe was ich gerne machen möchte und fleißig am Ideen Sammeln war. Daran will ich euch natürlich Teilhaben lassen und habe euch zwei Youtuber rausgesucht die meiner Meinung nach sehr tolle Ideen haben und sehr Unterhaltsam sind.

Ladies first, die fabelhafte Christine McConnell. Eine Mischung aus Gothic und Vintage getoppt mit super spooky Backwaren. Da lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch auf Ihrem Kanal. Und auch auf Netflix gibt es (leider nur) 1 Staffel von Ihr die aber absolut sehenswert ist.

Und dann der großartige Aurelio Voltaire.
Vor allem seine Gothic homemaking Serie hat es mir angetan. Seit ich die gesehen habe platze ich vor Ideen. Es ist sehr unterhaltsam und auch seine Musik ist gut zum hören während man am basteln oder nähen ist. Auch wenn es nicht wirklich Gothic Musik ist in meinen Ohren.

Nun aber zu meinem heutigen Projekt:
mein Ausgangsmaterial, Lampe ohne Schirm
und die Elektronik ist nicht mehr die beste
Beim häkeln meiner Vorhangspitze habe ich noch mehr Zeit als sonst in meinem Sessel verbracht. Und dabei ist mir aufgefallen dass am Abend das Licht des Kronleuchters leider nicht ausreichend ist wenn man filigrane schwarze Dinge macht. Also muss eine schöne passende Lampe her.
Der Sessel und passende Stuhl ist aus dem Nachlass meiner Großmutter. Zu diesem Ensemble gehört glücklicherweise auch eine Stehlampe. Leider ist der Lampenschirm abhanden gekommen. Das ist natürlich kein Problem, die meisten Möbelhäuser haben seperate Lampenschirme die oft sogar recht günstig sind. Aber das wäre ja kein DIY wenn ich einfach einen kaufen würde. Also, basteln wir einen neuen Lampenschirm.
 Inspiration wie er aussehen soll gibt es haufenweise im Internet.
Es gibt einige Anleitungen sich aus dem nichts einen Lampenschirm zu bauen also hab ich das auch mal versucht. 



als erstes mal alles auseinander nehmen






Was braucht man alles?

Einen Stoff aus dem der Schirm sein soll: hab ich.

Etwas um den Lampenschirm in Form zu bringen: Ich hab die Reifen eines kaputten Reifrocks und einige Korsett Stäbchen. Das sollte funktionieren.

Deko dafür: hab ich massenweise. 
Und einen Drahtkleiderbügel für die Halterung an der Lampe habe ich auch übrig.

Bevor ich dann mit dem Lampenschirm angefangen hab brauchte die Lampe an sich ein makeover. Also alles auseinander genommen, das Holz abgeschliffen und in einem schönen Mahagoni Ton gestrichen und die Elektronik ausgetauscht. Kabel mit Schalter, Stecker und Lampenfassung bekommt man schon ab 4€ im Baumarkt. Und ich habe sogar ein schwarzes Kabel bekommen.

ich hoffe man erkennt das Muster gut.
Für den Schirm habe ich als erstes ein Schnittmuster gemacht damit die Form dann auch so wird wie ich das gerne hätte. Dreimal dürft Ihr raten: Auch da wurde das Schnittmuster für den 6 Bahnen Rock verwendet. Ich hab oben einen Kreis und unten einen Kreis der vom Durchmesser her größer ist. Somit, 6 Trapeze. Meine haben eine Höhe von 30cm, sind oben 7,5cm weit und unten 20cm. Die Seiten der Trapeze habe ich leicht nach innen gebogen gezeichnet. Damit der Schirm einen leichten Knick in der Mitte bekommt und nicht gleichmäßig nach unten verläuft.

schon fast fertig. Vor lauter eifer habe ich vergessen weitere Zwischenschritte zu Fotografieren.

Auf jede Naht zwischen den Trapezen habe ich einen Stoffstreifen, bzw. ein Samtband mit 2cm breite, genäht um Tunnel für die Korsettstäbchen zu bekommen. Das war nicht ganz einfach aber mit ein wenig fummelei machbar. Genauso habe ich oben und unten in der Runde einen Tunnelzug gemacht um die Reifrock Teile ein zu ziehen und das Ganze endgültig in Form zu bekommen.
Aus dem Drahtkleiderbügel habe ich einen kleinen Ring der um die Lampenfassung passt geformt und 4 Speichen die bis zum Lampenschirm reichen damit alles im gleichen Abstand schön da bleibt wo es hingehört. Die Enden des Drahtes habe ich mit Heißkleber gesichert damit der Draht nirgends durch stechen kann.

Zum Schluss noch der Spaßige Teil: Dekorieren. Mit kleinen Fledermäusen und Spitze.
so sieht das gute Stück jetzt an seinem Platz aus

die kleinen Fledermäuse gibt es über etsy bei FlezArt

Und jetzt kann mit beim Arbeiten und lesen ein Licht aufgehen.

Für dieses Projekt möchte ich besonders meiner besten Freundin danken, da sie mir die Spitze geschenkt hat die nun meinen Lampenschirm ziert. 
Genauso möchte ich Klaus danken dass er mich mental unterstützt hat mich an etwas zu trauen was ich noch nie gemacht habe. (Die Sache mit der Elektronik)














Das war es dann für mich für heute. Nächstes mal verlassen wir denke ich das Kaminzimmer und ich zeige euch etwas für die Küche. 

Und wer zwischendurch etwas von mir sehen will ist herzlich eingeladen auf meinen Instagram Profilen @r.queenofbats und @regina_sewing vorbei zu schauen.

Eine schöne Zeit für euch,
eure


Sonntag, 19. April 2020

neue Vorhänge Teil 2


Hallo meine lieben,

ich hoffe sehr ihr seid alle Gesund und wohlauf in diesen schwierigen Zeiten.
Und wenn ich schon von der schwierigen Zeit spreche, da hab ich ja jetzt viel Zeit zum kreativ sein. Warum also gab es bis jetzt nichts von mir zu lesen? Das ist ganz einfach erklärt: Ich hab die Zeit genutzt und sehr viel gemacht. Zum Beispiel haben der Baron und ich das ganze Schloss geputzt und entrümpelt. Man glaubt ja nicht wie viele Sachen sich in 2 Jahren ansammeln können die man eigentlich gar nicht braucht. Dann hat jetzt im Frühling der Garten Hochsaison. Das heißt, viel Unkraut jäten, Bäume schneiden, Sträucher wieder in Form bringen und das ein oder andere umpflanzen, eine neue Gartenhütte bauen, die alte Hecke wegreißen und einen schönen neuen Zaun hin bauen. Ihr seht, sehr Zeit aufwendig.
ein Tag zuhause. Im Garten arbeiten, Verwandte besuchen, Lesen und Häkeln

Zudem war ich aber auch kreativ. Allerdings, wer mein „un-goth confessions“ Beitrag gelesen hat, weis dass ich als Hobby reenactement bzw. living history habe. Da dauert das nähen um einiges länger als bei den Gothic Sachen da ich alles von Hand mache. Wen das interessiert, dazu gibt es regelmäßig etwas auf Instagram zu sehen unter @regina_sewing. Außerdem habe ich natürlich viel gelesen und hab die freie Zeit auch mal mit nichts tun genossen. Zudem ist einige Zeit für Recherche drauf gegangen und dann dafür meine Ideen alle fest zu halten. Und glaubt mir wenn ich sage ich habe Ideen um das ganze restliche Jahr nur zu nähen und zu basteln.

Aber kommen wir zum eigentlichen Thema, meinen neuen Vorhängen im Kaminzimmer.
Die Bögen sind endlich fertig und hängen da wo sie hin gehören. Hier habe ich mich auch nicht vermessen und es passt alles sehr gut.
Das Schnittmuster ist ganz einfach ein breites Trapez das an den schrägen Seiten in Falten gelegt wurde und so entsteht diese schöne Barocke Form. Ein Bogen hat eine Länge von 55cm und eine Breite von 150cm.
einmal grob wie der Schnitt aussieht

Die waren sogar einfacher zu nähen als die Teile der Vorhänge die nach unten hängen. Jedoch finde ich dass das ganze so trotz der Runden vorm sehr modern aussieht. Das liegt evtl an dem einfachen Baumwollstoff den ich verwendet habe. Für die Nächsten Vorhänge werde ich mir etwas in sich gemustertes suchen. Es gibt so schöne Barock gemusterte Stoffe die wohl dann für das nächste Projekt zum Einsatz kommen.
zwei  verschiedene Beleuchtungen damit ihr einen besseren Einduck bekommt

Um das ganze jetzt noch ein wenig zu gestalten habe ich mich dafür entschieden eine schöne Spitze unten dran zu nähen. Spitzen machen alles besser und schöner. Leider haben im Moment keine Geschäfte auf und ich kaufe ungerne spitze im Internet. Ich muss das sehen und anfassen können. Da bin ich ziemlich eigen. Also habe ich die einzige Möglichkeit gewählt die mir noch blieb: selber machen.
Das Muster der Spitze. Das Original wird dann schwarz

Schwarzes dünnes Baumwollgarn habe ich immer auf Vorrat zuhause. Man weis ja nie für was man das mal brauchen kann. Und auf Pinterest habe ich eine sehr schöne und einfach zu arbeitende Spitzenborte gefunden.einmal hier entlang Bitte Jetzt sitze ich in meinem Sessel beim Kamin, trinke Tee und Häkle insgesamt 9 Meter Spitze für meine Vorhänge. Aber man hat ja im Moment sonst nichts zu tun.
Um für das letzte und große Fenster im Treppenaufgang einen Vorhang zu nähen habe ich jetzt keinen passenden Stoff. Das muss also warten bis ich wieder raus darf und zu meinem Lieblings Stoffgeschäft nach Österreich kann.

Das war es dann für heute von mir. Beim nächsten mal wird es wieder kreativ und wir bleiben im Kaminzimmer. Kennt ihr das, ihr macht etwas in einem Zimmer, bzw an einer Stelle und dann fällt euch gleich das nächste ein was ihr da noch machen könnt? 

Bis dahin, bleibt alle Gesund und macht euch die Zeit so schön ihr könnt,
eure


Sonntag, 8. März 2020

neue Vorhänge - Teil 1


Hallo meine lieben,

wie beim letzten mal versprochen gibt es dieses mal wieder etwas kreatives. Nachdem wir jetzt schon 2 Jahre in unserem neuen Haus wohnen und noch immer keine Vorhänge im Kaminzimmer hängen (und sonst auch nirgends außer im Flur) wird es Zeit dafür.

Zu allererst gleich einmal den Stoff den ich verwendet habe, ein 100% Baumwollstoff von Butinette. Für die Seitlichen Vorhänge habe ich 4,50 Meter benötigt.

Angefangen hab ich mal damit ein Foto (miesester Qualität) vom Fenster zu machen und das ganze zwei mal aus zu drucken. Mit einem dicken Stift hab ich dann mal eingezeichnet wie ich mir die Vorhänge vorstelle. So quasi als analoges Fotoshop. Entschieden habe ich mich dann nach Rücksprache mit dem Baron habe ich mich dann für die obere Variante entschieden und sämtliche Maße die ich benötige gleich einmal mit drauf geschrieben.

der erste Schritt zu neuen Vorhängen

Dann das Schnittmuster anfertigen. Nachdem das nur Zier Vorhänge sind und nicht zum Abdunkeln des Raumes benötigt werden ist es nicht so schwer. Für die Seitlichen Teile braucht man 3 Maße: 1. Die Länge die man haben will, 2. Die Breite die der fertige Vorhang haben will und 3. Die tiefe und Menge der Falten bzw. die weite die man zusammenraffen will. Ich habe mich für Falten entschieden, da die einfacher sind.
unser kleiner Luzifer hat mich natürlich tatkräftig unterstützt

Der rechte Vorhang soll bei mir fertig 50cm breit sein und die Falten sollen 5cm tief sein und alle 10cm eine. Somit ergeben sich bei mir die folgenden Maße: Länge 2,50m bis zum Boden und Breite im Schnittmuster sind 110cm. Der Linke soll 80cm breit werden und somit brauche ich im Schnittmuster 190cm breite.
Um die Rundung zu bekommen, habe ich einfach eine schräge Linie gezogen. Da steckt keine Mathematik dahinter sondern pure Willkür.
einmal das Schnittmuster das nach links einfach verlängert werden kann

Und dann wird ausgeschnitten und genäht. Das ist bei Vorhängen ziemlich einfach. Alle Seiten doppelt umbiegen und bügeln. Dann einmal mit einem geraden Stich rundherum nähen. Dann an der oberen Kante die Falten legen und noch einmal drüber nähen damit alles schön bleibt wo es hin gehört. Im Anschluss noch ein Vorhandband annähen, alles noch einmal schön bügeln und die kleinen Häkchen einfädeln und Fertig!
entschuldigt die komische Perspektive, aber schwarze Vorhänge sind echt schwer zu fotografieren

Und beim Aufhängen ist es mir dann aufgefallen. Ich habe mich beim basteln meines Schnittmusters vermessen. AAAHHHH!!! Die Vorhänge sind nicht bodenlang sondern nur bis kurz unter das Fensterbrett. Aber ok. Dann sind meine Vorhänge halt ein wenig kürzer. Sieht auch noch gut aus. Und die Hauptsache ist, es wird schnell wohnlicher und gemütlicher in unserem Haus.

Da meine Zeit zum nähen leider auf die Wochenenden begrenzt ist, habe ich die oberen Teile der Vorhänge noch nicht fertig, aber die Zeige und erkläre ich euch dann beim nächsten mal. Insgesamt ist das Teil eins von vermutlich 3, weil es noch ein großes Fenster gibt das neue Vorhänge benötigt.

Gibt es etwas was ihr noch genauer wissen wollt zum Thema Vorhänge? Soll ich euch die Schnittmuster oder wie ich sie Berechnet habe noch einmal genauer zeigen?
Bis zum nächsten mal,

eure


Sonntag, 9. Februar 2020

The (un)goth Princess


Hallo meine Freunde der Nacht,

wie ich beim letzten mal schon erwähnt habe wird es heute farbtechnisch sehr untypisch. Also holt die Sonnenbrillen raus, es wird gelb. Sehr gelb. Beauty and the Beast Belle gelb.
Be the (gothic) Prinzess you always wanted to be

Dann erzähle ich euch als erstes mal wie es dazu kam. Punkt 1: „The Beauty and the Beast“ ist und war schon immer mein absoluter lieblings Disney Film. Punkt 2: Jetzt ist bei uns Faschingszeit (Karneval, Fasnet oder wie auch immer das in eurer Region genannt wird). Und da ich als kleine Princess of Bats in dieser besagten Zeit immer lieber als Hexe oder Vampir auf die Faschingsbälle gegangen bin, dachte ich es wird Zeit mal als Prinzessin zu gehen. Und wenn schon Prinzessin, dann auch als mein Liebling. Spätestens als ich Emma Watson in der Rolle gesehen habe war der Beschluss unumstößlich. Und da das Kleid wie ich es mir vorgestellt habe Zeitlich in das frühe Viktorianische Zeitalter passt, ist das auch eine super Möglichkeit zu üben, da der Baron und ich dieses Jahr mit einem Befreundeten Paar auf das Alljährliche Viktorianische Picknick nach München fahren werden. Da will schließlich auch ein passendes Kleid dazu gehören.

Fangen wir an mit dem Rock.
Die Komplette Planung des Rockes

Der war echt einfach zu planen, da er im Prinzip eine Abwandlung meines „6 Bahnen Rockes“ ist. Das heist, ich habe einen 6 Bahnen Rock genäht der mit bis zum Knie reicht und daran eine breite Stoffbahn in kleinen Falten dran genäht. Und fertig ist der Untere Rock. Der Überrock besteht auch aus 6 Trapezen. Hier habe ich mit Absicht darauf verzichtet die untere Kante an die Rundung an zu passen. Die Trapeze habe ich dann in ihrer Gesamten Länge in Falten gelegt und zusammen genäht. So entsteht diese Wolkenähnliche Optik. Zum Schluss nur noch die Beiden Röcke am Bund zusammen nähen und ein paar Häkchen zum Verschluss anbringen und fertig. Mit dieser Optik passt der Rock dann in die Frühen 1840er Jahre. (wenn ich falsch liege, korrigiert mich bitte) Zur Zierde habe ich noch kleine Rosetten aus Samtband genäht und mit einer Perle in der Mitte festgenäht. So ein bisschen Glitzer braucht man als Prinzessin.
ein bisschen Glitzer muss sein

Dann kommt das Schwierigere Oberteil.
ein bisschen wenig, aber das war ziemlich frei angepasst

Da hatte ich leider kein Schnittmuster für ein Viktorianisches Oberteil. Am Anfang habe ich mich damit auch nicht wirklich beschäftigt und einfach den Schnitt von einem günstigen Vollbrust Korsett abgenommen. Sprich, ich habe das Korsett an den Nähten geöffnet und als Muster benutzt. Der Rest ist ähnlich improvisiert. Das Korsett hat keine Stäbchen und ist somit nicht Figur Formend. Es sieht einfach nur aus wie eines. Das einzige was ich zur Unterstützung gemacht hab ist ein starkes Bügelflies ein zu Bügeln. Als Verschluss habe ich eine einfache Schnürung gewählt, da ich in letzter Zeit ein Paar Kilo zugenommen hab und so passt es dann auch noch wenn die wieder weg sind (oder noch mehr werden…) Das Kragenteil ist ein Oval dass ich einmal in der Mitte auseinander geschnitten und einen Teil vorne und den anderen hinten angenäht habe. Verziert wurde es dann noch per Hand mit ganz viel Samtband. Zuerst hatte ich überlegt gelben Glitzer Tüll zu nehmen, aber zu kitschig sollte es dann doch nicht werden.  
auch ohne Schnittmuster hat es zum Schluss gepasst

ich wollte noch ein paar "princessy" Details

Aus dem ganzen habe ich gelernt dass ich dringend für mein Viktorianisches outfit die passenden Schnittmuster brauche. Fündig geworden bin ich dann auf trulyvictorian.info, eine wahnsinnig tolle Seite. Und ich denke mein Kleid wird dann in Schwarz-dunkelrot oder vielleicht Schwarz-dunkelgrün. Zudem etwas später. So um die 1860-1880. Da gefallen mir die Röcke besser und sind doch ein wenig praktischer als die großen Reifröcke.

Ich hoffe euch hat das ein wenig gefallen, auch wenn die Farbe sehr gewöhnungsbedürftig ist. Für den Baron werde ich in der Nächsten Zeit noch einen passenden blauen Gehrock zaubern, denn was wäre Belle ohne das Biest?
Ob das Biest gleich das Nächste ist was ich euch zeige weis ich noch nicht. Aber es wird definitiv nächstes mal wieder ein wenig gruftiger als dieses mal. Was habt/hattet Ihr denn so an Karneval oder Halloween an als Kinder oder auch jetzt? Gibt es noch jemanden der sich gerne als das komplette Gegenteil vom Alltag kleidet?

Bis zum nächsten mal,
eure


Sonntag, 12. Januar 2020

DIY: die Reisehelfer sind endlich fertig


Hallo meine Lieben,

Ich hoffe ihr seid gut in das neue Jahr gestartet. Jetzt ist ja die erste schwierige Hürde für die meisten Neujahrsvorsätze und ich glaube dass gut die Hälfte aller Vorsätze diese zweite Woche nicht überlebt haben. Wie schaut es da bei euch aus? Haltet ihr eure Vorsätze noch aufrecht oder seid ihr schon wieder bei den alten Gewohnheiten gelandet?

Damit bei mir nicht gleich wieder die alten Gewohnheiten einreißen gibt es heute wie Versprochen endlich den Abschließenden Beitrag zu den Reisehelfern.
Vorgestellt habe ich mir ja eine ganze Menge und genau diese habe ich auch umgesetzt. Bis auf das Tampon Täschchen. Irgendwie bin ich da einfach nicht dazu gekommen und habe dann beschlossen dass ich es nicht so dringend brauche.

Was habe ich dann gemacht?
Eine Tasche für meine Schminke, inklusive genügend Platz um auch die Abschmink Utensilien darin zu verstauen. Dafür gab es sogar zwei Anläufe weil das erste nicht so geworden ist wie ich mir das vorgestellt habe.
Ein Schmucktäschchen, das ist mein persönlicher Favorit.
Einmal eine Aufbewahrung für meine Strumpfhosen, da hab ich die einfachste Variante gewählt.
Und zum Schluss nochmal ein Taschentuch Täschchen das vom Design her zum Rest passt.



Das Schminktäschchen

Mein ursprünglicher Plan war, einen Pompadour Beutel mit Innen fächern zu nähen. Dann kann man ihn aufziehen und hat eine schöne gerade Fläche in der man alles schön sortiert findet. Habe ich dann auch nach dieser Youtube Anleitung gemacht, lediglich um 10 cm größer dass auch alles schön Platz hat.
Version 1 meines Täschchens. Ist inzwischen im Besitz von Xenomorphia

Ausgesehen hat es super schön, nur beim zusammen Ziehen hat es oben immer ein Loch gegeben durch das die dünnere Sachen wie Kajal und Lipliner nach draußen gerutscht sind. Also habe ich beschlossen dass das nicht das richtige für meine Zwecke ist.

viel Platz und alles sauber und geordnet

Auf der Suche nach einer Alternative bin ich dann auf diese Anleitung hier gestoßen. Und die habe ich dann auch gleich umgesetzt. Damit bin ich sehr zufrieden und trotzdem alles in einem hohen, geschlossenen Täschchen ist findet man alles sehr schnell und gut. Und Platz für die Packung Abschminktücher ist auch noch. Außerdem ist es fast so Kompakt wie Version 1. Somit ist es absolut richtig.

Das Schmucktäschchen
alle Teile zugeschnitten

Auch hier war ich faul und habe mir eine Vorlage aus dem Internet gesucht nach der ich arbeiten kann. Und diese hier ist echt super. Es hat sehr viel darin Platz ohne irgendwie zu verknoten oder verloren zu gehen. 
und so sieht das gute Stück von innen aus
Mein Tipp an euch: Messt eure Finger ab bevor ihr den Ringhalter ausstopft und zu näht. Meinen habe ich fast zu dick gemacht.
weil es so schön ist, noch einmal geschlossen


Das Strumpftäschchen

Ist genauso verarbeitet wie das Schminktäschchen, lediglich ohne das Außenteil und anstatt eines Reißverschlusses habe ich einen Knopf mit Gummiband angebracht.  Weil mit meinem Talent würde ich wohl sämtliche Strümpfe in dem Reißverschluss einklemmen und dann hätte ich wieder das Löcher Problem. Platz haben darin ganz leicht 4 Stumpfhosen.
Die neue Heimat meiner Strümpfe

Eine Alternative dazu ist diese Anleitung hier. Die ist super wenn man mehr als 4 Strumpfhosen mitnehmen will oder etwas zum zuhause Aufbewahren braucht.

Alle meine Stücke sind inzwischen erprobt und ich weis echt nicht wie ich vorher ohne ausgekommen bin. Und zudem habe ich einige meiner Stoffreste damit verarbeiten können. Die roten Fledermäuse sind zum Teil appliziert und zum Teil mit Textilfarbe aufgemalt. Allerdings werde ich die aufgemalten wohl noch durch Applizierte ersetzen. Dann wird es noch einheitlicher und irgendwie verblasst die Farbe sehr schnell.

Ich hoffe ich konnte euch damit ein wenig Inspiration liefern, egal ob ihr die Teile selbst verwendet oder vielleicht her schenkt.
Nächstes mal weiche ich ein wenig vom Farbschema ab und sehe sehr viel Gelb. Es ist auch nicht wirklich Gothic, aber das will ich euch unbedingt Zeigen. Bis dahin wünsche ich euch einen Erfolgreichen Januar, bleibt Gesund und bis dann,
eure


Samstag, 9. März 2019

DIY: Reisehelfer, Taschentücher schön verpackt


Hallo meine lieben,
ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Woche und es geht euch gut.
Diesmal rede ich nicht lange, wir fangen gleich an mit dem ersten Helferlein dass ich euch zeigen möchte, nämlich dem Taschentuch Täschchen.

Was ihr dafür braucht:
Einen Stoffrest. Größe 15 x 30 cm
Ein bisschen was zum Verzieren, also Bortenreste, Spitzenstoff oder Nadel und Faden zum Sticken.
Nähgarn, Schere und Nadel bzw. Nähmaschine
1h Zeit (und das ist großzügig bemessen)
Das ist so ziemlich alles was man braucht
Angefangen wird mit dem Stoffrest. Sollte er noch nicht passend sein, dann schneidet ihn als erste zu einem Rechteck mit 15 x 30 cm. Ich habe für mein Beispiel hier einen Rest Baumwollköper benutzt. Der ist schön robust wenn er immer in der Handtasche ist.

Als nächstes werden alle 4 Seiten 1 cm eingesäumt. Dann bleibt euch ein Stück mit 13 x 28 cm übrig.
Markiert euch nun links und rechts von der Langen Kante 6,5 cm. Diese werden nach innen geschlagen. Dann bleibt euch ein Rechteck mit 13 x 15 cm übrig. Und das ist die Außenseite die später noch zu sehen ist.
einen Stickrahmen braucht ihr nicht unbedingt. Es geht auch leicht ohne
Da ich meines persönlich gestalten wollte habe ich jetzt ein „R“ drauf gestickt bevor ich es zusammen nähe. So habe ich mir leichter getan. Auch Spitze oder Borte die über das gesamte Täschchen geht würde ich jetzt anbringen.
Dann die 6,5 cm wieder einklappen und an der oberen und unteren Kante nah am Rand absteppen. Jetzt solltet ihr ein Täschchen haben das zur Mitte hin zwei offene Taschen hat zwischen denen ein wenig Platz ist.
einmal die Innenansicht des Täschchens
Und schon seid ihr fertig. Nur noch Taschentücher rein füllen und los geht’s. Es passen gut 10 Taschentücher hinein. Das ist ein ganzes Päckchen. Meiner Meinung nach sieht es einfach schöner aus wenn man so ein edles kleines Stofftäschchen hat als wen man mit diesem komischen Plastiktütchen herum läuft. Und mal ehrlich, die passen auch nie zum Outfit. Man hat das tollste Viktorianische Ballkleid an, oder eine Lack-Leder-Latex-Fetisch Kombi und dann zieht man ein Plastiktütchen raus, auf dem am besten bunte Blumen oder Comic Einhörner sind…
Einmal fertig und gefüllt 
Man hat hier sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Das ganze eben aus Lack machen. Sieht sicher auch toll aus. Oder eben mit Spitze überziehen. Oder mit einem farbigen Band verzieren. Oder man macht es aus Samt. Alleine der Stoff macht hier viel aus. Und es ist auch ein super schönes, schnelles Geschenk für Nicht-Gothics. Nur einen bunten Stoff verwenden und fertig.

Ich hoffe ihr habt Freude an der Anleitung. Sollte etwas unklar sein, meldet euch und ich versuche es besser zu erklären. Und zeigt mir doch gerne wenn ihr euch eines Genäht habt.
Bis zum nächsten mal,
eure


Sonntag, 13. Januar 2019

DIY: ein Rock mit vielen Möglichkeiten


Hallo meine lieben Fledermausis,
Seit ihr auch so eingeschneit? Hier im Süden Bayerns liegt massenweise Schnee. Es ist super schön aber auch anstrengend. Vor allem das Schneeschaufeln und Autofahren.

Der neue Rock im Schnee in unserem Garten
Darum am besten daheim bleiben und was schönes machen. Tee Trinken und ein Buch lesen oder ein DIY Projekt. Von mir bekommt Ihr heute ein tolles und sehr vielseitiges DIY Projekt. Ein ganz einfaches Schnittmuster für einen sehr, sehr vielseitigen Rock. In meinen Augen definitiv für Einsteiger geeignet. Vielleicht nicht für Blutige Anfänger aber wer seine Nähmaschine schon kennt, für den sollte es kein Problem sein.

Was braucht Ihr?
-Stoff nach belieben. Bei mir, schwarzer Wollstoff für einen Winterrock.
-eine Nähmaschine, Nadel und Faden, ein Maßband
-einen Reißverschluss mit 15 bis 20 cm oder Gummiband
-Geduld mit meiner Anleitung

Dann können wir auch schon loslegen.
Der Rock besteht aus 6 gleichen Teilen und einem Bund. Um das Schnittmuster für die einzelnen Teile zu machen braucht ihr als erstes Eure Bundweite. Das heißt, Ihr messt euch da wo der Rock später sitzen soll ab und Teilt das durch 6. Bei mir ist das meine Taille, also 73,5cm gesamt, das macht 12,25 für jedes Teil. Damit es aber nicht zu eng wird und weil es leichter zu messen ist, hab ich 12,5cm genommen. Das ist euer m1.
Das nächste Maß dass Ihr braucht ist die Länge. Ich wollte meinen Rock Bodenlang, also wird von dem Punkt wo der Rock sitzen soll bis zur gewünschten Länge gemessen. Das sind bei mir genau 100cm. Das ist dann m2.
Und zum Schluss braucht ihr noch die gewünschte Weite eures Rocks. Ich wollte Ihn schön weit und hab jedes Teil mit einer Weite von 32,5cm gemacht. (Ich weiß, komisches Maß aber das klärt sich gleich auf) Das ist euer m3.
Dann können wir das Schnittmuster zeichnen. Dazu hab ich zwei Große Zeitungsblätter genommen und zusammen geklebt damit ich die länge zusammen bekomme. Wenn ihr ein groß genuges Blatt Papier habt zeichnet Ihr in die Mitte euer m1 ein. Dann Zeichnet Ihr m2 im Rechten Winkel dazu ein, so dass ein Rechteck entsteht. Und dann kommt m3 ins Spiel. Ihr rechnet (m3-m1)/2 und zeichnet das Ergebnis links und rechts neben das große Rechteck ein. Bei mir sind das (32,5-12,5)/2=10 also zeichne ich links und rechts jeweils 10 cm ein. Und um es noch komplizierter zu machen nehmt ihr euer Maßband noch einmal zur Hand und legt es an einer oberen Ecke des Musters an und nutzt es als Zirkel um den unteren Bogen des Musters zu malen. Ich hoffe das ist durch die Zeichnung zu erkennen wie ich das gemeint habe.
Schemazeichnung zum Muster. 
Jetzt ist das Muster fertig und Ihr habt das schlimmste überstanden.
Das Nächste ist den Stoff aus zu schneiden. Dazu einfach das Muster drauf legen und mit ca.1 cm abstand für die Nahtzugabe außen rum schneiden. Und das ganze 6 mal. Diese 6 einzelnen Teile dann gegen Ausfransen schützen indem ihr im ZickZack Stich aussenrum näht oder wenn ihr eine Overlook Maschine habt könnt ihr euch das sparen da diese das beim Zusammennähen gleich mit macht.
Dann geht es schon ans zusammen nähen. An den langen Seiten alle Teile zusammenstecken und nähen dass nur noch eine offene Seite übrig bleibt. Diese schließt Ihr dann nur so weit, dass oben der Platz für euren Reißverschluss offen bleibt. Diesen dann einnähen.
Und schon ist das meiste geschafft. Jetzt nur noch einen Stoffstreifen mit eurer Gesamten Bundweite und ca.8cm breite Aussschneiden und am Oberen Rand doppelt genommen festnähen. Damit es einen schönen Umschlag gibt.
Den unteren Saum doppelt einschlagen und auch festnähen. Schon nennt Ihr einen neuen Rock euer eigen.
Mein neuer, noch auf der Schneiderpuppe
Wem das mit dem Reißverschluss zu viel Arbeit macht, kann auch einen Gummizug einnähen. Dazu m1 so wählen dass Ihr ohne Probleme über die Breiteste Stelle eurer Hüfte kommt und dann ein Gummiband in Taillen Weite einziehen bevor ihr den Bund am Rock festnäht.
ein paar Ideen wie man den Rock umgestalten kann
Und natürlich kann man jetzt unzählige Varianten von dem Rock machen. Weiter, enger, länger oder kürzer. Selbstverständlich machen unterschiedliche Materialien gleich einen ganz anderen look aus. Man kann das sicher auch toll aus Lack machen. Oder Spitzenstoff. Vielleicht einfach zwei Lagen Tüll? Wenn man die einzelnen Teile weit genug macht kann man das ganze auch gut über einen Reifrock tragen. Oder in zwei Lagen nähen und die obere raffen. Auch aus zwei verschiedenen Farben sieht es sicher klasse aus. Ihr seht, die Möglichkeiten sind sehr vielseitig wenn man sich mal durch mein Anleitungs chaos gearbeitet hat.

Ich hoffe es ist einigermaßen Verständlich und Ihr könnt damit was anfangen. Viel Spaß beim nachmachen,
Eure


Mittwoch, 14. November 2018

DIY: Vorhänge für den Flur



Nachdem wir jetzt schon fast ein ganzes Jahr in unserem neuen Haus wohnen habe ich beschlossen dass endlich Vorhänge an die Fenster müssen. Und nicht nur die kleinen Scheibengardinen in der Küche sondern vor allem schöne große Vorhänge an die ganzen großen Fenster im Haus. Also bin ich los gezogen und habe alle Möbelgeschäfte und Raumausstatter der Gegend abgesucht. Nur nirgends passende Gardinen gefunden die ich nicht mehr hätte ändern müssen. Die größte Schwierigkeit war schwarze Gardinen zu finden. Irgendwie scheinen die nicht sonderlich gefragt zu sein.
leider schlechte qualität dank gegenlicht, aber man erkennt das vorher

Also blieb mir mal wieder nichts anderes übrig als selbst zu Nadel und Faden zu greifen. Aber ich wollte mich davor drücken. Vorhänge bedeuten viele, viele Meter exakter gerader Schnitte und Nähte. Freunde, denen ich von meinem Unwollen gegenüber selbstgenähter Vorhänge erzählt habe, haben meistens gelacht. Weil ich "Doch so viele komplizierter Kleider nähe, da sollten doch so rechteckige Dinger kein Problem sein". Ja, möchte man meinen. Aber auf einfarbigem Stoff ohne Muster über Meter hinweg die Nähte exakt und gerade zu halten ist nicht so einfach.

Trotz meines Bammels hab ich es nun endlich gewagt. Ausgewählt habe ich einen einfachen schwarzen Baumwollstoff bei butinette.de Der ist pflegeleicht und dunkelt nicht zu sehr ab weil er so dünn ist. Auch bei meinen großen Fenstern hatte ich Angst dass dann zu wenig Licht ins Haus kommt. Mit den ganzen schwarzen Möbeln und Dekogegenständen ist mir viel Licht wichtig.
Ausserdem habe ich noch eine große Rolle mit 100 Metern Kräuselband gekauft und 1000 Vorhanghaken mit Rollen.
es war echt nicht leicht alles schön im rechten Winkel zu schneiden

Das Ausmessen der Vorhänge ist nicht schwer. Man legt einfach einen Meterstab oder ein Maßband an und schaut von wo bis wo die Vorhänge gehen sollen wenn sie Fertig sind.
Für den Zuschnitt habe ich dann in der Breite der Vorhänge das Doppelte genommen plus Nahtzugaben. In der Länge die Fertige Länge plus 10cm unten und 2 cm oben. Unten habe ich so viel Nahtzugabe berechnet, damit der Saum schwerer fällt. Dann hängen die Vorhänge ein wenig schöner und sind nicht so flattrig, trotz des dünnen Stoffes.

Das A und O bei so langen geraden Nähten ist das Messen und Bügeln. Eine Tante von mir sagt immer "gut gebügelt ist halb genäht". Normalerweise bügle ich keine Nähte um und Stecknadeln sind mir weitestgehend fremd wenn ich zwei Stoff Stücke zusammen nähe. Hier war es anders. Jede Naht habe ich vorher genaustens ausgemessen und umgebügelt. Anschließend sogar noch mit Nadeln fixiert bevor ich genäht habe. Somit habe ich für die Vorarbeiten doppelt so lange gebraucht wie für das Nähen selbst. Da aber alles schön und gleichmäßig geworden ist, ist es das allemal wert.
leider gab es die Haken nirgends in schwarz. 

Zum Schluss habe ich noch die ganzen Häkchen in das Kräuselband eingehakt und dann die Vorhänge gekräuselt. Dazu einfach nur die dafür vorgesehenen Bändchen im Kräuselband ziehen. Und im nu sind die Vorhänge fertig zum Aufhängen.
So fühlt es sich gleich viel mehr nach Gruft an

Damit der Eingangsbereich noch ein wenig gruftiger Aussieht, habe ich ein schmiedeeisenes Gitter vor die Heizung gestellt und ein wenig Dekoration auf das Fensterbrett drapiert. Das macht einen Unterschied wie Tag und Nacht. Die Arbeit dafür hat sich allemal gelohnt. Fehlen nur noch 4 große Panoramafenster die auch nach Vorhängen verlangen...

Ich hoffe es hat euch gefallen und Ihr könnt ein wenig Inspiration von hier mitnehmen,
bis zum nächsten mal,
eure